Zum siebten Mal findet 2010 die Parade der Kulturen in Frankfurt am Main statt und wird wieder Tausende von Besuchern begeistern, indem sie die Vielfalt und das friedliche
Zusammenleben in der Stadt demonstriert und so den Dialog zwischen den Generationen, Kulturen und Religionen sowie gegenseitiges Kennenlernen und Verständnis fördert.
Interkultureller Dialog wie auch der Austausch zwischen Religionen finden jedoch nicht nur am Tag der Parade statt. Sie sind Bestandteil des täglichen Frankfurter Lebens, können in
jedem Frankfurter Ortsteil erlebt werden und bieten die Chance, Frankfurt immer wieder aufs Neue zu entdecken.

Frankfurts Vielfalt neu entdecken - hierzu soll der Bildband den Betrachter einladen. Dieser Band versteht sich dabei als Ergänzung der Parade, die über den Tag der Veranstaltung und über die Grenzen der Streckenführung hinaus weiter getragen werden soll. Die Grundidee der Verflechtung aller in Frankfurt lebenden Kulturen soll so auch nachhaltig sichtbar gemacht werden.

Dieses Ziel wird in erster Linie durch Fotografien umgesetzt: Es entsteht ein Bildband mit 50 Portraitaufnahmen von TeilnehmerInnen der Parade, die in ihren jeweiligen Kostümen, Landestrachten oder der von ihnen gewählten Kleidung an einem Platz ihrer Wahl in ihrem Ortsteil von einer professionellen Fotografin aufgenommen werden.
Die abgebildeten TeilnehmerInnen lösen sich so aus dem Paradezug und führen diesen in ihrem Stadtteil fort. Die Spannung zwischen der gegebenenfalls „fremden“ Tracht und der vertrauten Umgebung des Frankfurter Stadtteils, vor allem aber die Interaktion des Portraitierten mit dem Raum machen die Fotos zu einem besonderen Seherlebnis. Das Wort von Frankfurt als Stadt der Kulturen erhält so ein - bzw. viele Gesichter.

In einem kurzen Text stellt sich die fotografierte Person dem Betrachter vor. Und nicht nur der Portraitierteselbst, sondern auch der Ort, an dem das Bild aufgenommen wurde, soll vorgestellt und
seine Bedeutung genauer erläutert werden. Dabei geht es uns nicht um besonders attraktive oder bekannte Frankfurter Orte oder touristische Highlights, sondern um den persönlichen Ort des/der jeweiligen Teilnehmers/Teilnehmerin, an dem er/sie sich wohl fühlt, der für ihn/sie Frankfurt symbolisiert oder an dem sich etwas Besonderes zugetragen hat.

Somit findet nicht nur das Zusammenleben in der Stadt sein Abbild, sondern es entsteht auch ein interkultureller Reiseführer mit Orten in den einzelnen Stadtteilen, durch die uns Parade-TeilnehmerInnen führen: Frankfurt darf mit neuen Augen entdeckt werden... Zusätzlich zu den einzelnen Portraits werden auch Fotos der Parade der Kulturen 2010 in den Bildband integriert werden.